09.10.2014

Radausflug ins Kanaltal

Der letzte Tag der Sommerferien: Unsere fast 50-Personen starke Radlergruppe wird einen herrlichen Radausflug ins italienische Kanaltal genießen.
Die Initiative des SPÖ Teams St. Urban fängt schon in den frühen Morgenstunden an. ...
Mit einem bequemen Autobus inklusive Anhänger geht es südwärts Richtung Tarvis, mit Endziel Chiusaforte. Umso länger geradelt wird, desto öfter begleitet uns die Sonne. Der Radweg auf der alten "Pontebba"-Eisenbahnstrecke gehört zu den schönsten Bahntrassenradwegen Italiens.
Mit Mitteln der EU wurde auf der stillgelegten Bahnstrecke von Tarvisio nach Resiutta ein 50 Kilometer langer Radweg angelegt. Weil der Ausflug als familiäre Veranstaltung für alle geplant ist, nehmen wir uns die Zeit, um die prächtige Natur rund um uns zu genießen und sind mit ca. 37km sehr zufrieden. Die tief hinabfallenden Blicke ins Tal des Fella-Flusses und die tolle Aussicht auf die wilde Berglandschaft von Friaul-Julisch Venetiens sind atemberaubend. Besonders der Abschnitt zwischen Pontebbana und Chiusaforte ist gespickt mit Tunneln und Brücken.
Die Relikte der Eisenbahnstrecke sind allgegenwärtig. Viele interessante Details, wie alte Kilometersteine, Bahnhofruinen (Dogna u.a.),  alte Schienen und Wasserbehälter, enge Unterführungen, steile Felswände, ein großer Wasserfall fast zum Angreifen, üppige Vegetation, … die Strecke ist ein Hochgenuss.
Organisator Michel Segers hat an einige seiner Bekannten einen "Sonderauftrag" vergeben und sie mit dem Auto vorausgeschickt. An einem gemütlichen Picknickplatz, direkt am Fluss in Malborghetto, gibt es eine unangekündigte "Schnaps- und Relaxpause". Die jüngeren Teilnehmer (wie auch einige ältere) ließen sich außerdem den Kinderspielplatz nicht entgehen. Weiter ging es durch  (autofreie) Tunnel und über verschachtelte Brücken, lange Gallerien und Viadukte.
In Pontebba haben wir eine Pause in der riesigen Eishockeyhalle, wo der Hauptmann des Alpenjäger-Vereins uns pünktlich um 12.00  Uhr begrüßt und uns  zu unseren reservierten Plätzen fürs Mittagsessen begleitet. Die Atmosphäre, in der Mitte von 500 Alpinenjägern mit passenden, typischen Hüten, ist etwas Besonderes. Nach dem Essen gibt es für die meisten unter uns noch genügend Platz für ein italienisches Gelato, auf einer der sonnigen Terrassen im Zentrum Pontebbas.
Wir werden verwöhnt, nicht nur durch den sehr gut ausgebauten und asphaltierten Radweg, sondern auch visuell durch die vielen alten, manchmal geschmackvoll renovierten, Bahnhöfe entlang der Strecke.
Die knapp 450 Höhenmeter überwinden wir  ohne große Mühe. Zum Schluss gibt es noch ein letztes Mal Anlass die Sonne zu genießen in und rund um den romantischen, ehemaligen Bahnhof im Örtchen Chiusaforte.
Während der zügigen Heimfahrt Richtung St. Urban, wird noch ausführlich über den wunderschönen Radausflug  geplaudert.
Ein perfekter Abschluss der Sommerferien!

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